Youtube

Abfindung richtig berechnen – So geht’s in wenigen Schritten!

30.09.2025
5min

Abfindung berechnen: So nutzen Sie unseren Abfindungsrechner optimal

Die Höhe einer Abfindung ist für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die entscheidende Frage nach einer Kündigung. Doch wie berechnet man sie vorab realistisch? Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck zeigt in einem aktuellen Video, wie sie den Abfindungsrechner auf fernsehanwalt.de nutzen können – und wie sich das Ergebnis durch zusätzliche Faktoren präzisieren lässt.

Der Abfindungsrechner als erster Schritt

Auf der Startseite von fernsehanwalt.de finden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Abfindungsrechner. Dieser gibt nach wenigen Eingaben einen realistischen ersten Überblick. Abgefragt werden unter anderem:

  • Datum der Kündigung (wichtig zur Einhaltung der Dreiwochenfrist für die Kündigungsschutzklage),
  • Dauer der Betriebszugehörigkeit,
  • Anzahl der Beschäftigten im Betrieb (beides maßgeblich für die Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes),
  • Höhe des Bruttomonatsgehalts,
  • Bestehen einer Rechtsschutzversicherung,
  • Besonderer Kündigungsschutz, etwa als Betriebsrat oder während der Schwangerschaft.

Anhand dieser Angaben errechnet das Tool eine Spanne, die als Orientierungswert für die mögliche Abfindungssumme dient. Bereits nach einem Jahr Betriebszugehörigkeit und einem Gehalt von 5.000 Euro monatlich kann der Rechner eine geschätzte Abfindungsspanne zwischen 27.000 und 37.000 Euro anzeigen – ein Wert, der verdeutlicht, dass selbst kurze Arbeitsverhältnisse erhebliche Summen möglich machen können.

Wichtige Faktoren für die Berechnung

Die Abfindungshöhe hängt von zahlreichen Faktoren ab. Der Rechner berücksichtigt die wesentlichen, ersetzt aber nicht die juristische Bewertung durch einen Fachanwalt. Besonders bedeutsam sind:

  1. Kündigungsschutz: Arbeitnehmer, die länger als sechs Monate beschäftigt sind und in einem Betrieb mit mehr als zehn Mitarbeitenden arbeiten, profitieren vom Kündigungsschutzgesetz. Dies erhöht den Druck auf Arbeitgeber, eine Geldsumme anzubieten. Wie stark dieser Kündigungsschutz im Einzelfall ist, ob also die gesetzlichen Voraussetzungen für die Kündigung voraussichtlich eingehalten wurden oder nicht, bewertet am besten ein erfahrener Spezialist im Kündigungsrecht.
  2. Betriebsratsanhörung: Fehler bei der Beteiligung des Betriebsrats können eine Kündigung unwirksam machen und so die Verhandlungsposition des Arbeitnehmers erheblich verbessern.
  3. Besonderer Kündigungsschutz: Betriebsräte, Schwangere oder schwerbehinderte Menschen sind besonders geschützt. Arbeitgeber zahlen in diesen Fällen oft deutlich höhere Abfindungen.
  4. Einkommenshöhe: Je höher das Gehalt, desto stärker wirkt sich dies auf die Abfindung aus. Bei Bruttogehältern oberhalb von 5.000 Euro monatlich steigt die Chance, ein Jahresgehalt oder mehr zu erzielen.
  5. Rechtsschutzversicherung: Wer durch eine Rechtsschutzversicherung abgesichert ist, kann entspannter verhandeln, ist meist in einer besseren Verhandlungsposition, und erhöht damit meist auch seine Chancen auf eine höhere Abfindung.

Die Playlist „Abfindungshöhen“ auf YouTube

Um das Ergebnis des Rechners weiter zu verfeinern, empfiehlt Fachanwalt Bredereck einen Blick auf die YouTube-Playlist „Abfindungshöhen“ auf dem YouTube-Kanal Fernsehanwalt. Dort finden sich zahlreiche Videos zu besonderen Konstellationen: Abfindungen für Führungskräfte, für Mitarbeitende im öffentlichen Dienst, für Betriebsräte und für Arbeitnehmer in bestimmten Branchen.

So können Arbeitnehmer ihr Ergebnis aus dem Rechner mit branchenspezifischen Erfahrungswerten abgleichen und erhalten ein noch genaueres Bild der möglichen Abfindung.

Kostenloses Erstgespräch nutzen

Besonders hervorzuheben ist das Angebot von Fachanwalt Bredereck: Arbeitnehmer können deutschlandweit ein kostenloses Erstgespräch in Anspruch nehmen, wenn sie eine Kündigung oder einen Aufhebungsvertrag erhalten haben.

In diesem Gespräch prüfen spezialisierte Anwälte und Fachanwälte, ob eine Kündigungsschutzklage sinnvoll ist und wie hoch die Chancen auf eine Abfindung sind. Arbeitnehmer sollten dabei keine falsche Scheu haben: Die Beratung verpflichtet zu nichts und hilft, gravierende Fehler zu vermeiden. Fachanwalt Bredereck warnt ausdrücklich davor, allein auf Ratschläge von Freunden oder Bekannten zu vertrauen. Nur ein auf Kündigungsschutz spezialisierter Fachanwalt kann beurteilen, wie sich der individuelle Fall optimal nutzen lässt.

Typische Fehler vermeiden

Viele Arbeitnehmer machen entscheidende Fehler, weil sie ihre Rechte nicht kennen oder Fristen versäumen. Häufige Probleme sind:

  • Unterschrift unter einen Abwicklungsvertrag: Arbeitgeber legen oft gleich mit der Kündigung ein Dokument vor, das Arbeitnehmer von der Kündigungsschutzklage abhalten soll. Bredereck rät: Nichts unterschreiben, ohne anwaltlichen Rat!
  • Zu späte Reaktion: Wer die dreiwöchige Klagefrist verstreichen lässt, verliert in der Regel seine Rechte und kann seine Chancen auf eine Abfindung regelmäßig nicht mehr nutzen.
  • Fehlende Strategie: Ohne professionelle Verhandlungsführung verschenken Arbeitnehmer oft viel Geld.

Zusammengefasst: Abfindung realistisch einschätzen und Chancen nutzen

Mit dem Abfindungsrechner von fernsehanwalt.de und mit den Videos auf dem YouTube-Kanal Fernsehanwalt haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer starke Werkzeuge, um ihre Chancen einzuschätzen. Doch ebenso wichtig ist es, das Ergebnis durch eine individuelle anwaltliche Beratung zu ergänzen.

Nur wer seine Rechte und Chancen kennt, strategisch vorgeht und fachkundigen Rat einholt, hat die besten Chancen, im Abfindungspoker das Maximum herauszuholen. Fachanwalt Bredereck bringt es auf den Punkt: „Wir sind Profis im Handel mit Kündigungsschutz – und genau darum geht es, wenn Arbeitnehmer ihre Abfindung sichern wollen.“